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RD-C123-20261010-05 | ATOMS3 C123 | 10.10.2026
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TECHNISCHE ANLAGE | RD-C123-20261010-05
01 Gerät und Bewertungsstand
RD-Keyboard | M5Stack ATOMS3 C123
Prüfgerät C12326030100046 | Auswertung und Herstellerbewertung vom 10.10.2026
Diese technische Anlage ordnet den abgeschlossenen vierten Prüflauf der produktiven RD-Keyboard-Firmware
zu. Sie führt die aufgenommenen Messwerte, Ablaufereignisse, Quellcodebefunde und Originalunterlagen
zusammen.
Merkmal
Zuordnung
Hersteller
Philipp Kittelmann und Daniel Köcher GbR
Oberdorf 8, 99195 Markvippach, Deutschland
Kontakt
admin@rd-keyboard.de | +49 151 20186063
Hardware
M5Stack ATOMS3, SKU C123, Ausführung mit Display
Seriennummer / Geräte-ID
C12326030100046
Hardwarekennung
rd-d885aca35fc8
Produktive Firmware
2.1.0-atoms3.3 | firmware.bin | 752.800 Byte
Funktion
BLE-Textempfang und USB-Tastaturausgabe an ein kompatibles Hostgerät
Ausführung
Originalplatine, Originalgehäuse und Originalantenne ohne Bauteiländerungen
nach Herstellerangabe; ausschließlich USB-Strom, kein Akku
Abgeschlossener Prüflauf
Der geführte Test begann am 10.10.2026 um 15:51:48 MESZ und endete um 16:11:48 MESZ. Die festgelegte
Dauer von 20 Minuten wurde erreicht; der Aufzeichnungsstatus lautet „Zeitablauf abgeschlossen“. Die erste
und letzte PC-Empfangszeit sind 15:51:49 und 16:11:47 MESZ, entsprechend 19 Minuten 58 Sekunden.
Das Originalprotokoll enthält 2.390 Datensätze: 1.191 vom ATOMS3 und 1.199 von der
Waveshare-Messquelle. Der Prüflauf wurde von Philipp Kittelmann am Messplatz 1 durchgeführt. Seine Notiz
lautet „keine außergewöhnlichen Beobachtungen“.
Die Schlussbewertung des verantwortlichen Herstellers ist auf Seite 6 unterzeichnet. Die manuelle Bewertung und die
automatisch protokollierten Zustände bleiben getrennt nachvollziehbar.


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RD-C123-20261010-05 | ATOMS3 C123 | 10.10.2026
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TECHNISCHE ANLAGE | RD-C123-20261010-05
02 Tatsächlich erhobene Werte
Übernahme aus Seite 2 des Originalmessprotokolls (4). n bezeichnet gültige Abtastungen der jeweiligen Quelle.
Mittelwerte sind arithmetisch und nicht zeitgewichtet. Identische CPU-Werte zählen als einzelne Abtastungen,
nicht als verschiedene Taktstufen.
Messgröße / Quelle
n
Minimum
Mittel
Maximum
CPU-Takt ATOMS3 (MHz)
1.191
240
240
240
Interne Chiptemperatur ATOMS3 (°C)
1.191
56,2
57,3
58,2
Freier Heap ATOMS3 (KiB)
1.191
196,6
196,7
196,7
Minimum freier Heap ATOMS3 (KiB)
1.191
195,9
196,0
196,3
SDK-TX, Standard ATOMS3 (dBm)
1.191
3,0
3,0
3,0
RSSI ATOMS3 (dBm)
942
-113,0
-64,0
-39,0
NTC / Kontaktstelle (°C)
1.199
31,47
33,87
34,54
SHTC3, Platine lokal (°C)
600
24,80
26,15
26,42
SHTC3, Luftfeuchte (% rF)
600
41,10
44,04
49,26
ADC-Spannung (mV)
1.199
1.315,8
1.338,1
1.419,2
NTC-Widerstand (kΩ)
1.199
6,631
6,823
7,546
Messmittel und Verfahren
Die zweite Messquelle ist ein Waveshare ESP32-S3-ePaper-1.54-EN V2 mit Firmware 1.0.0-waveshare-ntc.8.
Der NTC befindet sich nach Bedienerangabe an der Gehäuserückseite des ATOMS3. Das bestätigte
Fühlerprofil lautet R25 = 10 kΩ, B = 3.950 K, Festwiderstand nominal 10 kΩ und Speisung nominal 3.300 mV.
Die NTC-Temperatur folgt dem Beta-Modell. Kontaktstelle, Befestigung und thermische Einschwingzeit
beeinflussen die Anzeige. Die bestätigten Nennwerte sind keine nachträgliche physische Kalibrierung. Der
SHTC3 misst lokal auf der Waveshare-Platine; eine mögliche Eigenerwärmung bleibt von einer unabhängigen
Raumreferenz zu unterscheiden.
Die interne Chiptemperatur ist ein SDK-Näherungswert und keine Gehäusetemperatur. Die SDK-TX-Angabe ist eine
ausgelesene Leistungseinstellung. RSSI beschreibt die empfangene Signalstärke. Diese Größen werden nicht als
gemessene EIRP oder abgestrahlte Funkleistung ausgewiesen.


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RD-C123-20261010-05 | ATOMS3 C123 | 10.10.2026
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TECHNISCHE ANLAGE | RD-C123-20261010-05
03 Ablauf und Datenkontinuität
Bedienerschritt
Planzeit
Protokollierter Zustand
Leerlauf
3 Minuten
Nicht bestätigt
Bluetooth verbinden
4 Minuten
Manuell bestätigt, 15:54:50 MESZ
Text übertragen
6 Minuten
Manuell bestätigt, 15:58:59 MESZ
Wiederverbindung prüfen
4 Minuten
Manuell bestätigt, 16:04:59 MESZ
Abschluss im Leerlauf
3 Minuten
Manuell bestätigt, 16:10:33 MESZ
Die erste Leerlaufphase wurde zeitlich durchlaufen, blieb jedoch im Original als „Nicht bestätigt“ gekennzeichnet.
Manuelle Bestätigungen sind Bedienerangaben; sie werden nicht in automatische Geräte- oder
Textausgabenachweise umgedeutet.
Dokumentierte Wiederverbindung
Zeit am 10.10.2026
Ereignis
16:05:22 MESZ
ATOMS3-Gerät verloren; USB-Verbindung unterbrochen
16:05:29 MESZ
ATOMS3 wieder verbunden
16:05:30 MESZ
Rückläufige Geräte-Uptime und Empfangslücke von 9,6 Sekunden
16:11:48 MESZ
20-Minuten-Ablauf beendet; unbestätigte Schritte bleiben gekennzeichnet
Die Unterbrechung liegt innerhalb der vorgesehenen Wiederverbindungsphase. Das Original meldet einen
getrennten ATOMS3-Übergang sowie eine Rückkehr der Messdaten nach mehr als fünf Sekunden. Der
Uptime-Rücksprung ist als „Neustart oder älterer Datensatz“ protokolliert; seine Ursache wird nicht zusätzlich
angenommen. Lücken wurden nicht interpoliert.
Gewählter Betriebszustand
ATOMS3
Waveshare
Leerlauf
360
361
Bluetooth verbunden
240
239
Textübertragung
360
360
Wiederverbindung
231
239
Die Tabelle zählt empfangene Datensätze je gewähltem Zustand. ATOMS3-Uptime: 2.330,227 → 384,183 s;
Waveshare-Uptime: 78,167 → 1.276,167 s. Diese Angaben werden nicht von der PC-Empfangsdauer abgezogen und
nicht als lückenlose Geräte-Laufzeit ausgegeben.
Mindestens einmal wurden USB-Tastaturbereitschaft, eine freigegebene BLE-Verbindung und PHY 1M gemeldet. Ein
neuer USB-Sendeauftrag wurde angenommen. Die Annahme eines Auftrags bleibt von der manuellen Beobachtung
der tatsächlichen Textausgabe am Host getrennt.


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RD-C123-20261010-05 | ATOMS3 C123 | 10.10.2026
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04 Firmware und Quellcodebefund
Die folgenden Auszüge stammen aus dem versionierten eigenen Anwendungscode
replit-ios/firmware-atoms3-c123/src/main.cpp. Der Quellcodehash und die identifizierte
Anwendungsbinärdatei stehen im Nachweisregister auf Seite 6.
CPU-Takt und Diagnosedaten werden gelesen
116  next.cpuMhz=getCpuFrequencyMhz();
117  next.freeHeap=ESP.getFreeHeap();
     next.minimumHeap=ESP.getMinFreeHeap();
119  next.internalChipTempC=temperatureRead();
Im eigenen Anwendungscode sind keine CPU-Takt-Setter enthalten. Das ausgewählte Boardprofil
„m5stack-atoms3“ enthält den Standardwert 240.000.000 Hz (Boarddefinition, Zeile 14); platformio.ini
überschreibt ihn nicht. Im Prüflauf wurde 240 MHz konstant rückgelesen.
BLE-Vorgabe über standardisierte SDK-Schnittstellen
154  const esp_ble_power_type_t kinds[]={
       ESP_BLE_PWR_TYPE_DEFAULT,ESP_BLE_PWR_TYPE_ADV,
       ESP_BLE_PWR_TYPE_SCAN};
155  for(auto kind:kinds){
156    NimBLEDevice::setPower(ESP_PWR_LVL_P3,kind);
157  }
169  radioPowerFinalDbm[i]=NimBLEDevice::getPower(kinds[i]);
171  radioPowerReady=radioPowerReady&&radioPowerFinalDbm[i]==3;
Default-, Advertising- und Scan-Einstellungen werden auf +3 dBm vorgegeben und vor dem weiteren Start
rückgelesen. Der Verbindungszweig verwendet ebenfalls die +3-dBm-SDK-Vorgabe (Zeilen 182–190). Eine
höhere Leistungsvorgabe wird im eigenen Anwendungscode nicht gesetzt. Die Vorgabe beschreibt einen
SDK-Wert, keine HF-Messung.
178  defaultPhyCommandStatus=
       ble_gap_set_prefered_default_le_phy(
         BLE_HCI_LE_PHY_1M_PREF_MASK,
         BLE_HCI_LE_PHY_1M_PREF_MASK);
BLE-1M wird angefordert. Der Verbindungszweig kontrolliert die ausgehandelte PHY; abweichende
PHY-Zustände sperren den Anwendungsverkehr (Zeilen 192–198). WLAN wird vom eigenen Anwendungscode
nicht initialisiert. Das Lesen einer ESP32-MAC-Adresse über ESP_MAC_WIFI_STA zur Gerätekennung startet
keinen WLAN-Betrieb.
Entwicklungsbasis: espressif32 6.12.0; Arduino-ESP32 2.0.17; NimBLE-Arduino 1.4.3. Die Telemetrie der produktiven
Firmware ist als diagnosticBuild=false und productionFirmwareSdkReadbacks gekennzeichnet. Die
Diagnoseabfragen verändern keine CPU- oder Funkparameter.


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RD-C123-20261010-05 | ATOMS3 C123 | 10.10.2026
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TECHNISCHE ANLAGE | RD-C123-20261010-05
05 Originalunterlagen der Hardware
Die nachstehenden Originalunterlagen werden der M5Stack-ATOMS3-Hardware zugeordnet. Sie bleiben
unverändert in der technischen Akte. Ihre ursprünglichen Prüfaufbauten und Normfassungen werden
beibehalten; die Berichte werden nicht als neue Laborprüfung der RD-Keyboard-Firmware bezeichnet.
Originalbeleg
Bezugsbereich / Fassung
B2211236 + Anhang A
07.12.2022
BACL, Kennnummer 1313. EU-Baumusterprüfbescheinigung für
Originalhardware ATOMS3 / ATOMS3-LITE.
RSHE220928001-01B
14.10.2022
BLE-Funk, EN 300 328 V2.2.2. Prüfaufbau Seite 6: Notebook, USB-Kabel
1,5 m, Hersteller-Funktestsoftware.
RSHE220928001-01A
14.10.2022
WLAN-Funk, EN 300 328 V2.2.2. Hardware-Vorbeleg; keine aktive
WLAN-Nutzung der RD-Anwendung.
RSHE220928001-02
08.11.2022
EN 301 489-1 V2.2.3; Draft ETSI EN 301 489-17 V3.2.5. Funk-EMV,
Link-/Standby-Aufbau.
RSHE220928001-01D
07.11.2022
EN 55032:2015+A1:2020; EN 55035:2017+A11:2020. Störaussendung
und Störfestigkeit.
RSHE220928001-SF
22.11.2022
EN IEC 62368-1:2020+A11:2020. Produktsicherheit der beschriebenen
Originalkonfiguration.
RSHE220928001-01C
14.10.2022
EN IEC 62311:2020; EN 50665:2017. HF-Expositionsbewertung, Seite 5
mit 20-cm-Annahme.
AiTSZ-250512023RC09
23.05.2025
RoHS, SKU C123. Referenziert AiTSZ-250512023R und
IEC-62321-Prüfmethoden.
FCC ID 2AN3WM5ATOMS3
17.11.2022
US-Unterlage; ergänzende Identifikation des Hardwaretyps.
211-221010 / B2210195
15.11.2022
Japanische MIC-Unterlage; ergänzende Identifikation des Hardwaretyps.
Die Normfassungen entsprechen den Originalunterlagen. Der Funk-EMV-Bericht erfasst die dort beschriebene
Umgebung; eine Fahrzeugumgebung ist auf Seite 7 ausdrücklich nicht einbezogen. Original-Laborwerte werden nicht
als Werte des lokalen RD-Keyboard-Prüflaufs übernommen.
Die Herstellerentscheidung bezieht die Hardwareunterlagen, den dokumentierten Softwarestand, die vorgesehene
BLE-/USB-Funktion und die aufgezeichneten lokalen Betriebsbeobachtungen ein. Die EU-Konformitätserklärung
bleibt eine eigene Erklärung der Philipp Kittelmann und Daniel Köcher GbR.


===== SEITE 6 =====
RD-C123-20261010-05 | ATOMS3 C123 | 10.10.2026
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TECHNISCHE ANLAGE | RD-C123-20261010-05
06 Herstellerbewertung und Register
Abschlussbewertung des verantwortlichen Herstellers
Wir, die Philipp Kittelmann und Daniel Köcher GbR, übernehmen das Originalmessprotokoll des vierten
Prüflaufs mit seinen Messwerten, Bestätigungszuständen und Wiederverbindungsereignissen in die technische
Akte. Der 20-Minuten-Ablauf wurde zeitlich abgeschlossen.
Wir bewerten diesen Prüflauf als bestanden und erklären unsere Konformitätsbewertung für die
bezeichnete Hardware-/Firmwareausführung als abgeschlossen. Diese Entscheidung ist unsere eigene
Herstellerbewertung. Die Messwerttabellen und protokollierten Ereignisse werden durch diese Bewertung nicht
verändert.
Rückverfolgbarkeit der verwendeten Dateien
Datei / Stand
Identifikation
Produktive Anwendungsdatei
2.1.0-atoms3.3
firmware.bin, 752.800 Byte
SHA-256:
ff52d9047d7430422f993b2b9e2effd0
764a0cbc61fa076e1e0b8d194e9c69c0
Aktueller Hauptquellcode
src/main.cpp
SHA-256:
24ede86e111befd47f63d2bfedc257dc
2b933f15640a23699388c757e9833990
Originalmessprotokoll (4)
10.10.2026, 6 Seiten
SHA-256:
f486b68404ab5f8ce3fc286f5d690740
be352d288b2c5e049ed4b313976d11dc
Installer- und Build-Binärdatei haben denselben SHA-256. Der Installationsnachweis für C12326030100046 meldet
„complete“, flashVerified=true und settingsPreserved=true. Frühere Firmware- und Prüflaufunterlagen bleiben
getrennt archiviert.
Zur Revision gehören EU-Konformitätserklärung, Originalprotokoll (4), manuell signierte Ergänzung, diese Anlage und
Nachweisregister mit Dateigröße, Seitenzahl und SHA-256 der unveränderten Original-PDFs.
Unterzeichnet für und im Namen des Herstellers
Philipp Kittelmann und Daniel Köcher GbR
Markvippach, 10.10.2026
Philipp Kittelmann, Gesellschafter
Vom Hersteller autorisierte Unterschriftsgrafik.


===== SEITE 7 =====
RD-C123-20261010-06 | BLE / USB | 10.10.2026
Ergänzung 1 / 5 | Gesamtseite 7 / 11
ERGÄNZUNG BLE / USB | RD-C123-20261010-06
01 Bewertung des BLE-USB-Betriebs
M5Stack ATOMS3 C123 | RD-Keyboard 2.1.0-atoms3.3
Prüfgerät C12326030100046 | Dokumenten- und Quellcodeabgleich vom 10.10.2026
Ergebnis: Teilweise durch bestehende Nachweise gestützt. Die BLE-1M-Funktechnik und die unveränderte
ATOMS3-Hardware sind in den Originalunterlagen beschrieben. Eine vollständige Prüfabdeckung des
kombinierten BLE-Empfangs mit USB-HID-Tastaturausgabe und USB-CDC-Diagnose am vorgesehenen
Tablet lässt sich daraus derzeit nicht ableiten.
Das ist eine Aussage über den Umfang der vorhandenen Nachweise. Aus der bloßen Textübertragung folgt weder
eine Grenzwertüberschreitung noch ein automatischer Verlust der Konformität. Eine belastbare vollständige
Übertragbarkeit der EMV-Ergebnisse ist mit dem dokumentierten Stand jedoch nicht begründet.
Bereich
Abdeckung im vorliegenden Stand
BLE-Funkart und Band
BLE mit 1 Mbit/s und 2,4-GHz-Band in Originalbericht 01B beschrieben; RD nutzt
PHY 1M. Technische Zuordnung ist plausibel.
BLE-Leistung und Spektrum
Original-Labormessungen vorhanden. RD setzt +3 dBm und liest SDK-Werte zurück;
tatsächliche RD-EIRP, Leistungsdichte und Nebenaussendungen bleiben
ungemessen.
USB-Tastaturfunktion
Standard-HID-Implementierung und lokaler Funktionslauf belegt. Originalberichte
nennen diesen kombinierten HID-/CDC-Hostbetrieb nicht ausdrücklich.
Störaussendung /
Störfestigkeit
Originalaufbauten mit Adapter, Sensor und Funkverbindung geprüft. Gleichwertigkeit
von Tablet, USB-Kabel, Verkehr und Leistungskriterien nicht nachgewiesen.
HF-Exposition / Fahrzeug
Original-Expositionsbericht verwendet 20 cm Abstand. Fahrzeugtransienten sind im
Funk-EMV-Bericht ausgeschlossen; besondere Einsatzbedingungen gesondert
zuordnen.
Umfang dieser Ergänzung
Bewertet werden die vorhandenen Prüfberichte und der identifizierte Firmwarestand. Es wurden keine neuen Funk-, EMV-
oder Strommessungen vorgenommen. Die Auswertung ersetzt keine Prüfung sämtlicher sonstiger CE-Anforderungen oder
der aktuellen Harmonisierung der in alten Berichten genannten Normfassungen.
Die sechs ursprünglichen, einschließlich Unterschrift erhaltenen Seiten bilden die Anlage RD-C123-20261010-05. Diese
datierte Ergänzung erläutert deren Nachweisumfang; sie fügt keine neue Unterschrift oder zusätzliche Herstellererklärung
hinzu.


===== SEITE 8 =====
RD-C123-20261010-06 | BLE / USB | 10.10.2026
Ergänzung 2 / 5 | Gesamtseite 8 / 11
ERGÄNZUNG BLE / USB | RD-C123-20261010-06
02 Funknachweise und Berechnung
Übereinstimmende Funkmerkmale
Der BLE-Bericht RSHE220928001-01B vom 14.10.2022 beschreibt auf Seite 6 BLE mit 1 Mbit/s im Bereich
2402-2480 MHz, die Hersteller-Funktestsoftware EspRFTestTool mit Power Level 10 sowie einen
Notebook-Aufbau mit 1,5-m-USB-Kabel. Das ist ein Funk-Testmodus; eine RD-Keyboard-Anwendung oder
USB-Tastaturfunktion wird dort nicht genannt.
Der RD-Anwendungscode setzt die SDK-Leistung für Standard, Werbung, Scan und Verbindung auf +3 dBm. Er
fordert PHY 1M an, prüft Rücklesewerte und sperrt Anwendungsverkehr bei nicht akzeptierter Konfiguration.
WLAN wird vom eigenen Anwendungscode nicht gestartet. Eine Erhöhung des CPU-Takts ist darin nicht
enthalten.
Original-Laborwert ATOMS3
Wert / Grenze
Rechnerischer Abstand
EIRP, Bericht 01B, S. 12
8,14 / 20 dBm
11,86 dB
Leistungsdichte, 01B, S. 16
7,95 / 10 dBm/MHz
2,05 dB
Nebenaussendung 204,72 MHz, 01B, S. 30
-57,82 / -54 dBm
3,82 dB
Die Abstände gelten ausschließlich für diese Messpunkte und die ursprüngliche Prüfkonfiguration. Sie sind keine neuen
RD-Messwerte und keine pauschale Reserve für andere Frequenzen oder EMV-Prüfungen.
Was sich aus +3 dBm berechnen lässt
P[mW] = 10P[dBm]/10
+3 dBm entsprechen rechnerisch 1,995 mW. Die ursprünglichen 8,14 dBm EIRP entsprechen etwa 6,516 mW.
Das sind verschiedene Ausgangsgrößen: SDK-Sollwert und gemessene Abstrahlung einschließlich
Antennenwirkung.
Der Bericht nennt 2 dBi Antennengewinn. Nur unter der Annahme einer tatsächlich auf 3 dBm begrenzten
leitungsgebundenen Ausgangsleistung und unveränderter Antennen-/Pfadwirkung ergäbe 3 dBm + 2 dBi einen
Rechenwert von 5 dBm EIRP (3,162 mW). Diese Rechnung enthält keine Bauteiltoleranz oder Messunsicherheit
und wird deshalb nicht als verifizierte EIRP-Obergrenze verwendet.
Bewertung der Übertragbarkeit
Originalhardware, gleichartige BLE-1M-Nutzung und niedrige nominelle Einstellung stützen die technische
Plausibilität einer Übernahme der Funknachweise. Eine Überschreitung durch RD ist damit nicht belegt. Für einen
vollständigen Nachweis fehlt die belastbare Zuordnung der ursprünglichen HF-Testkonfiguration zur tatsächlich
eingesetzten SDK-/Controller-Konfiguration einschließlich Toleranzen und Sendeverhalten. Die Funkreserve kann
insbesondere nicht auf die USB-EMV übertragen werden.
Quellen: Originalbericht 01B, S. 6, 12, 16 und 30; main.cpp, Z. 151-198 und 742-744; ESP-IDF v4.4.7, Controller/VHCI,
Funktionen für TX-Leistung. Die SDK-Dokumentation ordnet Leistungsindizes nominellen dBm-Werten zu.


===== SEITE 9 =====
RD-C123-20261010-06 | BLE / USB | 10.10.2026
Ergänzung 3 / 5 | Gesamtseite 9 / 11
ERGÄNZUNG BLE / USB | RD-C123-20261010-06
03 EMV: Aufbau und Leistungskriterien
Prüfaufbau der Originalberichte
RD-Keyboard-Einsatz
EN 55032/55035, 01D, S. 6: Adapter und Sensor; 1 m
Versorgungskabel und 1,5 m Kabel EUT-Sensor; Active
Mode.
USB-Strom und USB-HID-Daten über ein vom Kunden
gewähltes Kabel zum Tablet/Host; parallel BLE, Display
und gegebenenfalls CDC-Diagnose.
EN 301 489, 02, S. 5: Adapter, M5-Sensor und iPhone;
BT-/WLAN-Link und Standby; ebenfalls 1 m und 1,5 m
Kabel.
Ein USB-Tastatur-/CDC-Betrieb mit dem vorgesehenen
Host wird nicht ausdrücklich ausgewiesen. Der Kabeltyp
EUT-Sensor beweist keinen USB-HID-Datenverkehr.
Die Originalaufbauten erfassen verkabelte Versorgungs- und Signalverbindungen. Für die Übernahme dieser
Ergebnisse sind die elektrischen Eigenschaften des Tablet-USB-Ports, dessen Versorgung, Rückstrompfade und
Datenkabel mit dem damaligen Aufbau abzugleichen. Eine solche Gleichwertigkeit ist in den vorhandenen
Unterlagen nicht dokumentiert.
Störaussendung
Der Bericht 01D enthält bestandene Originalmessungen. Beispiel ATOMS3, Seite 20: 43,67 dBµV/m bei
520,09875 MHz gegenüber 47 dBµV/m Grenzwert, also 3,33 dB Abstand. Die Abstrahlung des tatsächlichen
RD-HID-/CDC-Aufbaus ist nicht gemessen. Eine geringe Schreibgeschwindigkeit begrenzt weder die
USB-Flanken noch sämtliche Takt- und Display-Störungen rechnerisch.
Störfestigkeit und überwachte Funktionen
Originalbericht 02
Grenze der direkten Zuordnung
S. 42: HF-Störfestigkeit 80-6000 MHz, 3 V/m, 80 % AM;
Funk-Link wird beobachtet.
Korrekte USB-Zeichen, Ausbleiben unbeabsichtigter
Tastendrücke, sicherer Abbruch und Wiederanlauf des
HID-Betriebs sind nicht als Leistungskriterien genannt.
S. 44, 46 und 48: schnelle Transienten, Surge und
leitungsgeführte HF an AC Mains.
Ein direkter Versuch dieser Störungen am
RD-USB-Signalport ist damit nicht nachgewiesen;
Signal-Port-Einträge sind dort nicht als durchgeführte
Prüfung ausgewiesen.
Kabel und Fahrzeugumgebung
Dass kein USB-Kabel mitverkauft wird, ändert den vorgesehenen kabelgebundenen Betrieb nicht. Kabeltyp, zulässige
Länge, Versorgung und kompatible Hosts müssen zur Bewertungsgrundlage passen. Aus den Unterlagen ergibt sich keine
Freigabe für beliebige Kabel und Hosts. Bericht 02 schließt Fahrzeugtransienten auf Seite 7 aus. Ein batterieversorgtes
Tablet oder eine entkoppelte Versorgung kann eine andere Bewertung erlauben; deren Wirkung ist in den vorliegenden
Unterlagen nicht für den konkreten Einsatzaufbau belegt.
Quellen: 01D, S. 6 und 20; 02, S. 5, 7, 42, 44, 46 und 48. Seitenangaben bezeichnen jeweils die im Originalbericht
gedruckte Seitennummer.


===== SEITE 10 =====
RD-C123-20261010-06 | BLE / USB | 10.10.2026
Ergänzung 4 / 5 | Gesamtseite 10 / 11
ERGÄNZUNG BLE / USB | RD-C123-20261010-06
04 Konkrete USB-Firmwarekonfiguration
Befund im Quellcode / Framework
Bedeutung für den Abgleich
Native USB-OTG-Funktion; Standard USBHIDKeyboard
/ TinyUSB. HID-Endpoints maximal 64 Byte,
Polling-Intervall 1 ms.
Keine eigene externe USB-PHY oder abweichende
Hardware im Anwendungscode. Standardfunktion allein
ist kein Nachweis des ursprünglichen EMV-Testmodus.
Tastendruck und Tastenfreigabe; standardmäßig jeweils
8 ms Pause, einstellbar 5-20 ms.
Paced HID-Reports reduzieren den
Anwendungsverkehr. Sie bestimmen nicht die gesamte
USB-Busaktivität oder deren physische Flanken.
CDC_ON_BOOT=1 neben HID. Diagnoseausgabe mit
begrenzter 1024-Byte-Warteschlange.
Die produktive Konfiguration ist ein
HID-/CDC-Verbundgerät. Auch paralleler
Diagnoseverkehr gehört zur betrachteten Konfiguration.
CPU 240 MHz ohne eigenen Taktsetter; Display und
Startlogo laufen über M5GFX, Backlight-PWM 500 Hz.
Kein CPU-Overclock gefunden. Die Schaltaktivität und
Auslastung sind dennoch nicht als identisch zur
ursprünglichen Laborfirmware nachgewiesen.
Offener Befund: USB-Stromversorgungskennung
Das verwendete Arduino-ESP32-Framework initialisiert USB mit self-powered und 500 mA. HidKeyboard::begin()
setzt die Gerätenamen und startet USB, überschreibt diese Attribute aber nicht. Der Wert wird vom Framework an
die Konfigurationsdeskriptoren weitergegeben. Nach den Angaben zur Ausführung wird der ATOMS3 tatsächlich
ausschließlich über USB versorgt.
Die Quellcode-Voreinstellung passt somit nicht zur angegebenen busgespeisten Nutzung. Der am tatsächlichen
Host ausgelesene Konfigurationsdeskriptor und die Strom-/Suspend-Eigenschaften sind zu überprüfen und
passend zu konfigurieren. 500 mA ist hier eine Deskriptorangabe, keine gemessene Stromaufnahme. Dieser
Befund wird nicht als gemessener EMV-Fehler oder automatischer Verlust der RED-Konformität ausgegeben. Im
Rahmen dieser Auswertung wurde die Firmware nicht verändert.
Auszüge zur nachvollziehbaren Zuordnung
platformio.ini: ARDUINO_USB_MODE=0; ARDUINO_USB_CDC_ON_BOOT=1
hid_keyboard.cpp: USB.productName(...); USB.begin();
Arduino USB.cpp: usb_attributes(SELF_POWERED);
                 usb_power_ma(500);
Quellen: platformio.ini, Z. 5, 9, 16-17, 22-25; hid_keyboard.cpp, Z. 43-73; device_console.h, Z. 13-43; device_display.h, Z.
13-16 und 41. Framework Arduino-ESP32 2.0.17: USB.cpp (Konstruktor und begin), USBHID.cpp (Interface-Deskriptor).
Referenzquellcode USB.cpp. Lokales Paket 3.20017.241212+sha.dcc1105b und dessen Quellen mit SHA-256 im
Ergänzungsregister.


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RD-C123-20261010-06 | BLE / USB | 10.10.2026
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ERGÄNZUNG BLE / USB | RD-C123-20261010-06
05 Schlussfolgerung und offene Zuordnung
Der konkrete kombinierte BLE-zu-USB-HID-/CDC-Betrieb am Tablet ist durch die vorliegenden
Originalberichte nicht vollständig als geprüfter Betriebsmodus belegt. Die Funkart BLE 1M und die
unveränderte Hardware liefern relevante Teilnachweise und stützen eine technische Übertragbarkeit. Für eine
vollständige Zuordnung fehlen die Gleichwertigkeit des EMV-Aufbaus und passende Kriterien für die
Tastaturausgabe.
Aus dieser Deckungslücke folgt keine nachgewiesene Grenzwertverletzung. Eine vollständige
Nichtbeeinträchtigung lässt sich aus CPU-Takt, SDK-Leistung und Temperaturen allein aber nicht ableiten. Der
eigene 20-Minuten-Lauf enthält Betriebs- und Temperaturbeobachtungen; er ist keine Funk- oder
EMV-Grenzwertmessung.
Offener Punkt
Erforderliche Ergänzung der Bewertungsgrundlage
Original-Testmodus
Belastbare Hersteller-/Laborangabe, welche USB-Schnittstelle und Aktivität geprüft
wurden und ob sie den HID-/CDC-Verbundbetrieb repräsentieren.
USB-Konfiguration
Tatsächliche Deskriptoren, USB-Stromkennzeichnung und Host-/Suspend-Verhalten
prüfen; Abweichung zur busgespeisten Ausführung beheben.
Konkreter Betriebsaufbau
Hostmodell, Kabelspezifikation und Länge, Versorgung sowie gleichzeitig aktive
BLE-/Display-/CDC-Funktionen dokumentieren; Gleichwertigkeit oder ungünstigsten
Fall begründen.
EMV-Leistungskriterien
Korrekte Zeichen, keine unbeabsichtigten Eingaben, sicherer Abbruch und
Wiederanlauf bei Störungen bewerten. Bestehende Link-Beobachtung allein deckt das
nicht ab.
Einsatzbedingungen
Fahrzeugversorgung und 20-cm-Annahme des HF-Berichts der vorgesehenen
Nutzung zuordnen. Nicht anwendbare Prüfungen begründen, statt ihre Durchführung
anzunehmen.
Eine neue externe Laborprüfung wird durch diesen Dokumentenabgleich weder automatisch verlangt noch als generell
entbehrlich erklärt. Eine Übernahme vorhandener Ergebnisse benötigt eine belastbare technische
Gleichwertigkeitsbegründung für die betroffenen Anforderungen. Diese ist mit den derzeitigen Unterlagen noch nicht
vollständig geschlossen.
Rückverfolgbarkeit und Einordnung
Firmware: 2.1.0-atoms3.3, 752.800 Byte; SN C12326030100046. Firmware und Hauptquellcode stimmen mit den auf Seite
6 der unveränderten Ausgangsanlage genannten SHA-256 überein. Das Ergänzungsregister enthält zusätzlich die
Prüfsummen aller verwendeten Quellen und den SHA-256 dieses Dokuments.
Die vorhandene Unterschrift und Herstellerentscheidung auf Seite 6 bleiben der ursprünglichen Anlage zugeordnet. Diese
technische Ergänzung dokumentiert den Vergleich und seine Grenzen; sie stellt keine neue unterzeichnete
Herstellerentscheidung dar.
Rechtsrahmen für den Umfang: Richtlinie 2014/53/EU, Artikel 17 Abs. 1 (bestimmungsgemäße Betriebsbedingungen) und
Anhang V (technische Unterlagen). Konsolidierter Text vom 30.05.2026. Quellenlinks und vollständige Dateizuordnung
stehen im Ergänzungsregister.
